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  Reduktion auf das Wesentliche; auf das Eigentliche; auf die Fülle und
  auf die Leere..

  Meine bildkünstlerische Arbeiten, die ich hier vorstelle, sind zum einen
  von der japanischen Zen-Ästhetik, zum anderen von reduktionistischen
  Kunstströmungen beeinflusst, z.B. von der Minimal Art, vom Colorfield
  Painting und vor allem von der sogenannten Essentiellen Malerei.
  Einfachheit, Klarheit, Ruhe und Gelassenheit sind wichtige Bestandteile.
  Einige meiner Arbeiten haben zwar Titel, die auf etwas Reales
  hinzuweisen scheinen. Aber sie tun es nicht. Ich hätte statt des Titels
  auch eine beliebige Zahl oder eine wahllose Zusammensetzung von
  Buchstaben verwenden können (was ich auch oft mache). Mir geht es
  nicht um die Abbildung der Realität. Mir geht es darum, durch Farbwahl,
  Farbauftrag, Rhythmus und Struktur des Zeichnens und Malens
  Schönheit und Einfachheit zu schaffen und diese zu zeigen.
  Möglicherweise kann dies manchmal auch auf eine Wirklichkeit
  hinweisen, die nicht sichtbar, wohl aber erfahrbar, ist. Aber das ist nicht
  beabsichtigt, sondern findet im Betrachter selbst statt.
  Ich verwende  für meine Zeichnungen einfache Materialien: Bleistifte,
  Graphitstifte, Ölschieferkohle, Rötel-, Bister- und Schwarzkreiden,
  sowie Tusche, Farbtuschen Zeichenfedern, Glasfedern und Tusch-
  pinsel.


 Poesie der Reduktion